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Im Mai 2007 begannen Mitarbeiter der Abteilung Wydział Promocji i Rozwoju (Tourismus- und Wirtschaftsförderung) des Landratsamtes Ząbkowice Śląskie mit der

Entwicklung des Projekts „Marianne-von-Oranien-Ferienstrasse”.

Am 29. Juni 2007 fand in Kamieniec Ząbkowicki, im ehem. Residenzschloß der Prinzessin Marianne von Oranien-Nassau, eine Konferenz statt. Hierbei wurde die Idee der Einrichtung einer Prinzessin-Marianne-Ferienstrasse offiziell vorgestellt und das entsprechende Projekt ins Leben gerufen. Veranstalter der Konferenz war das Starostwo Powiatowe (Landratsamt) Ząbkowice Śląskie. Zu den Teilnehmern und Referenten gehörten u.a.: Prof. Krzysztof R. Mazurski – Verfasser zahlreicher Werke über das Leben der Prinzessin; Herr Zbigniew Piotrowicz – stellv. Vorsitzender des Landtags-Ausschusses f. Kultur, Wissenschaft und Bildung des Landtags der Woiwodschaft Dolny Śląsk; Prof. Jan Waszkiewicz; Herr Adam Schmidt, Bürgermeister der Stadt Lądek Zdrój; Herr Zbigniew Szczygieł, Vertreter der Tourismus-Fördergesellschaft „Agroturystyczne Stowarzyszenie Masywu Śnieżnika”.

Die Veranstaltung wurde moderiert von Landrat Ryszard Nowak. Während der Konferenz wurde der geplante Verlauf der Ferienstrasse erstmals vorgestellt. Die anwesenden Bürgermeister der Gemeinden, durch die die Ferienstrasse verlaufen sollte, unterschrieben daraufhin ein Abkommen, wonach jeder einen genauen Verlauf der Ferienstrasse auf dem Gebiet seiner jew. Gemeinde ausarbeiten sollte. Darüber hinaus verpflichteten sich die anwesenden Bürgermeister dazu, mit den  Vorbereitungen zur Kennzeichnung  der Ferienstrasse und der damit verbundenen, in Zusammenhang mit der Gestalt Prinzessin Mariannes stehenden Sehenswürdigkeiten, zu beginnen.

Am 17. Dezember 2007 trafen sich im tschechischen Bílá Voda Vertreter von 12 Kommunen aus den polnischen Landkreisen Ząbkowice Śl. und Kłodzko sowie den tschechischen Bezirken Jeseník und Šumperk um ein Abkommen bzgl. der Einrichtung der Marianne-von-Oranien-Ferienstrasse zu unterzeichnen. Das Treffen fand im im ehem. Jagdschlößchen Prinzessin Mariannes statt.

Die Ferienstrasse wurde zum grenzübergreifenden Hauptprojekt der Euroregion Glacensis erklärt. Folgende polnische und tschechische Kommunen unterzeichneten das Abkommen: Gemeinde Bystrzyca Kłodzka, Gemeinde Kamieniec Ząbkowicki, Gemeinde Lądek Zdrój, Gemeinde Międzylesie, Gemeinde Stronie Śląskie, Gemeinde Złoty Stok, Gemeinde Bílá Voda, Gemeinde Javornik, Gemeinde Staré Město, Gemeinde Ząbkowice Śląskie, Landkreis Ząbkowice Śl. sowie Landkreis Kłodzko.

Nach der Unterzeichnung des Abkommens begannen die Arbeiten an der Festlegung des Ferienstrassenverlaufs sowie der Kennzeichnung der Ferienstrasse. Da zum damaligen Zeitpunkt bereits die Möglichkeit bestand, die Einrichtung der Ferienstrasse mit EU-Mitteln zu fördern reichte der Projektleader (Landkreis Ząbkowice Śl.) am 14. November 2008 einen Förderantrag im Sekretariat der Euroregio Glacensis ein. Der Antrag trug den Titel „Transgraniczny Szlak Królewny Marianny Orańskiej - etap I (opracowania przygotowawcze) (Grenzübergreifende Marianne-von-Oranien-Ferienstraße - Teil I (vorbereitende Maßnahmen zur Einrichtung der Ferienstrasse))” und erbat Fördermittel aus dem Fördertopf „Mikroprojekte” des operationellen Programms der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Tschechische Republik - Republik Polen 2007-2013. Es gab bei diesem Antrag zwei Antragspartner: die tschechische Gemeinde  Bílá Voda  sowie, als inhaltlichen und finanziellen Partner, den polnischen Landkreis Kłodzko. Der Antrag wurde bewilligt, umgesetzt und abgerechnet.

Die im Antrag genannten Projekt-Gesamtkosten (Teil I) beliefen sich auf 19.000 Euro. Die EU förderte mit 85%, der polnische Staat steuerte (aus Zentralmitteln) 10% der Summe bei.

TEIL I

Teil  I des Projekts umfasste vorbereitende Maßnahmen zur Einrichtung der Ferienstrasse, d.h.:

  • Die Ausarbeitung eines geschichtswissenschaftliches Gutachtens über die Tätigkeit und das Erbe der Prinzessin Marianne von Oranien-Nassau in der polnisch-tschechischen Grenzregion im südlichen Teil der Woiwodschaft Dolny Śląsk. Das Gutachten wurde von Prof. Krzysztof R. Mazurski verfasst;
  • Die Ausarbeitung eines Konzepts der touristisch-wirtschaftlichen Nutzung der Ferienstrasse. Das Konzept wurde von Mgr.-Ing.  Małgorzata Krajnik verfasst.

Darüber hinaus wurde ein LOGO der Ferienstrasse von Frau Katarzyna Grużlewska – Łosik entworfen. Es wurde zum offiziellen Zeichen der Ferienstrasse und ist dementsprechend auf allem, was mit der Ferienstrasse in Verbindung steht, abgebildet. Des weiteren wurde ein die Ferienstrasse bewerbender Flyer gedruckt, der von allen Projektpartnern, sofern sie an Tourismusmessen und ähnlichen Veranstaltungen teilnehmen, an potentielle Ferienstrassenbesucher ausgeteilt werden.

TEIL II

Ein weiterer Schritt zur Umsetzung des Projekts war das Einreichen eines zweiten Förderantrags durch den Projektleader (Landkreis Ząbkowice Śl.) und 10 weitere Projektpartner. Erneut wurden Fördergelder im Rahmen des operationellen Programms der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Tschechische Republik - Republik Polen 2007-2013. Der Antrag trug die Bezeichnung „Transgraniczny Szlak Królewny Marianny Orańskiej - etap II (oznakowanie i promocja szlaku) (Grenzübergreifende Marianne-von-Oranien-Ferienstraße - Teil II (Kennzeichnung und Vermarktung der Ferienstraße))” und wurde am 20.11.2009 im Gemeinsamen Technischen Sekretariat in Olomouc (Olmütz) eingereicht. Darin wurden die Projektgesamtkosten auf  75.000 Euro beziffert. Der Antrag wurde sowohl formal als auch inhaltlich positiv bewertet, anschliessend wurde eine Förderung in Höhe von 85% der Projektgesamtkosten bewilligt.

Im Rahmen der Umsetzung des II. Teils des Projekts entstanden:

  • grosse Ferienstrasse-Infotafeln, die in Städten und Orten, die an der Ferienstrasse liegen aufgestellt wurden sowie kleine Infotafeln, die an Gebäuden und Objekten angebracht wurden, die unmittelbar in Verbindung mit der Gestalt der Prinzessin stehen;
  • eine interaktive Homepage der Ferienstrasse (die gerade jetzt von Ihnen genutzte Homepage);
  • ein Ferienstrasse-Reiseführer, der in allen Tourist-Informationsstellen entlang der Ferienstrasse ausliegt (auch als Download auf dieser Homepage erhältlich);
  • darübr hinaus wurde eine informative study tour für Journalisten aus der Tourismusbranche durchgeführt (dabei wurden den Presseleuten sowohl Sehenswürdigkeiten als auch das Gastronomie- und Hotelgewerbe entlang der Ferienstrasse näher gebracht).

Im November 2010 wurden Werbeartikel, sog. „giveaways” produziert die die neue Ferienstrasse bekannt machen sollen (Tassen, Mappen, Tragetaschen, Kugelschreiber, Bucheinlagen).

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TEIL III

Während der Umsetzung von Teil II des Projekts reichte der Projektleader (Landkreis Ząbkowice Śl.) am 31. März 2011 einen weiteren Förderantrag ein. Im Antrag mit der Bezeichnung „Transgraniczny Szlak Królewny Marianny Orańskiej - etap III (projekt organizacji ruchu dla szlaku) (Grenzübergreifende Marianne-von-Oranien-Ferienstraße - Teil III (Planung der Verkehrsleitung des touristischen Verkehrs an der Ferienstrasse))” wurde um eine erneute Bewilligung von Mitteln aus dem Fördertopf „Mikroprojekte” des operationellen Programms der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Tschechische Republik - Republik Polen 2007-2013 ersucht.


Sollten die Mittel für die Umsetzung von Teil III bewilligt werden, würde dieser Teil im Zeitraum Juli 2011 – Januar 2012 realisiert werden. Das finanzielle Gesamtvolumen der Umsetzung von Teil III des Projekts beliefe sich auf
21. 870,- Euro.  

 

Im Rahmen der Umsetzung vom III Teil des Projekts wird eine dauerhafte Verkehrsleitung des touristischen Verkehrs an der Ferienstrasse geplant werden. Die Planung der Verkehrsleitung wird für den ganzen Verlauf der Ferienstrasse gelten, d.h. für die Strecke:

Ząbkowice Śląskie - Kamieniec Ząbkowicki - Złoty Stok - Lądek Zdrój - Stronie Śląskie - Staré Město - Králíky - Międzylesie - Międzygórze - Stronie Śląskie - Lądek Zdrój - Lutynia - Travna - Javorník - Bílá Voda - Złoty Stok - Kamieniec Ząbkowicki - Ząbkowice Śląskie.

Die Ausfertigung der o.g. Verkehrsplanung ist nötig, um den weiteren Teil der Realisierung des Projekts in Angriff zu nehmen, d.h. die Aufstellung von Info-Verkehrsschildern entlang der Ferienstrasse (Verkehrsschilder vom Typ E - 22a, E - 22b, E - 22c, E -7, E - 9, E - 10,  E - 11, E - 12), die ein fester Bestandteil einer auf motorisierte Verkehrsteilnehmer zugeschnittenen Ferienstrasse sind.

So stellt sich also die Entwicklung und Umsetzung des Projekts “Grenzübergreifende Marianne-von-Oranien-Ferienstraße” dar.

 

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