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STRONIE ŚLĄSKIE
(sprich: ßtroniä schlonßkiä, dt. Bez.: Seitenberg)
        
Lage
Stronie Śląskie liegt in der Region Hrabstwo Kłodzkie (dt. Bez.: Grafschaft Glatz),  in einem Tal, das von drei Flüssen geschaffen wurde: Biała Lądecka (dt. Bez: Landecker Biele), Morawka (dt. Bez.: Mohre) sowie Sienna Woda (dt. Bez.: Heudorfer Wasser). Die Kleinstadt ist von vier Bergketten umrandet: Góry Złote (dt. Bez.: Reichensteiner Gebirge) im Norden, Góry Bialskie (dt. Bez.: Bielengebirge) im Südosten, Masyw Śnieżnika (dt. Bez.: Glatzer Schneeberg) im Süden sowie Wzgórza Krowiarki (dt. Bez.: Kuhberge) im Westen, allesamt Teilgebirge der Sudeten. In Stronie Śląskie befindet sich der Sitz der Verwaltung  der gleichnamigen Gemeinde. Sie grenzt im Osten und Süden an die Tschechische Republik. Das Gebiet, das die Gemeinde umfasst, liegt auf einer Höhe von 500 – 1.425 m ü. NN. Teile davon werden im Rahmen des Landschaftsschutzgebiets "Śnieżnicki Park Krajobrazowy" geschützt.      

Stadtgeschichte
Bis heute erhaltene, schriftliche Quelle berichten, im 13. Jhdt. hätten sich erste Siedler in der Umgebung Stronie Śląskies niedergelassen. Man siedelte damals am Oberlauf des Flusses Biała Lądecka, die Siedlungsgrenze befand sich bei Stary Gierałtów (dt. Bez.: Alt Gersdorf). Die Bewohner lebten zu jener Zeit hauptsächlich vom Ackerbau. Circa 100 Jahre nach den Hussiteneinfällen und dadurch bedingtem, starkem Bevölkerungsrückgang begann die Zahl der Dorfbewohner wieder zuzunehmen (1525). In dieser Entwicklungsphase enstanden neue Dörfer; die Menschen lebten nunmehr nicht nur von der Landwirtschaft sondern auch von der Holzverarbeitung, vom Handwerk und, allen voran, vom Bergbau. Aus Bauern wurden Holzfäller, Bergleute, Schmelzhüttenarbeiter. Mit dem Beginn des Dreißigjährigen Krieges stagnierte die Bevölkerungsentwicklung erneut (1618). Es dauerte lange, bis die besseren Jahrzehnte 1773-1806 kamen. Die Zurückdrängung der Wildnis ging voran, es entstanden zahlreiche Siedlungen an den Berghängen. Die dörfliche Struktur der Umgebung Stronie Śląskies blieb unverändert bis in die Anfänge des 20. Jhdts., denn das Zusammenwachsen der Dörfer Stronie Śląskie, Strachocin (dt. Bez.: Schreckendorf) und Goszów (dt. Bez.: Gompersdorf) setzte erst Ende des 19. Jahrhunderts ein. Damals entstanden die große Glashütte und das Herrenhaus Mariannes von Oranien-Nassau. Daraus ging schließlich die heutige Stadt hervor (Stadtrechte 1967).
         
Tipps zur aktiven Freizeitgestaltung
Die Gemeinde Stronie Śląskie bietet seinen Besuchern eine breite Palette an Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung.
- Skizentrum „Czarna Góra” (Skifahren im Winter, im Sommer: MTB-Downhill und Gleitschirmfliegen)
- kilifte in Kamienica und Nowy Gierałtów
- Badestrand am Stausee  „Stara Morawa“
- Halenbad in Stronie Śląskie
- Tropfsteinhöhle „Jaskinia Niedźwiedzia” in Kletno
- Ehem. Uranbergwerk in Kletno
- Erdgeschichtliches Museum in Kletno
- Landschaftsschutzgebiet  „Śnieżnicki Park Krajobrazowy”
- Forellenangeln in Kletno
- Ein ausgedehntes Netz von Wanderwegen, Fahrradrouten und Loipen
- Bis zu 2.500 Gästebetten unterschiedlicher Kategorien

Sehenswürdigkeiten, die in Verbindung mit Prinzessin Marianne v. Oranien-N. stehen
- Früheres, 1843 im Auftrag Mariannes von Oranien-Nassau erbautes Verwaltungsgebäude der „Schreckendorfer Hütte” in Strachocin. Außer dem Verwaltungsgebäude befanden sich auf dem Gelände der Hütte: ein Ofen, eine Schmiede, Lagerplätze sowie ein Wasserzuleitungssystem (bestehend aus diversen Kanälen und Rohren). 1864 wurde die Hütte geschlossen und einzig das Verwaltungsgebäude, heute Sitz eines Forstamtes, ist bis heute erhalten geblieben.
- Wappen des Geschlechts Oranien-Nassau an einem Haus in Stronie Śląskie.
- Ehemaliges Herrenhaus Prinzessin Mariannes von Oranien-Nassau. Ein 1787 erbautes Herrenhaus wurde von der Prinzessin gekauft und nach ihren Vorstellungen umgebaut (1838). So entstand ein „einfaches, idyllisches Waldschlösschen“. Die Prinzessin empfing hier zahlreiche Gäste und hielt sich oft darin auf, wenn sie nach Stronie Śląskie kam, um ihre Güter zu inspizieren. Heute befindet sich darin die Stadtverwaltung Stronie Śląskies. Das Innere wurde Ende des 19. Jhdts. und nochmals nach 1945 gründlich umgestaltet, original geblieben ist nur das Durchfahrtstor (heute Eingangshalle). Die Fassade ist im neoklassizistischem Stil gehalten, ein paar Elementen der Neorenaissance sind ebenfalls erkennbar. Das deutet auf einen Architekten der Berliner Schule als Baumeister des Herrenhauses hin.
- Ehem. evangelische Kirche, gebaut 1915, gestiftet von Prinz Friedrich Heinrich von Preußen, dem Enkel Prinzessin Mariannes von Oranien-Nassau. Heute die röm.-kath. Auferstehung-Jesu-Christi-Kirche.
- Kalkofen „Gnadenstein”, sehr wahrscheinlich nach Entwürfen Karl Friedrich Schinkels erbaut. Beim Bau griff man auf Bautechnologien zurück, die vom britischen Ingenieur Rumford entwickelt wurden. Seit 1838 im Besitz Prinzessin Mariannes.
 


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